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Linde aufstocken


24.11.2000
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt stufen die Linde AG (WKN 648300) auf „Aufstocken“ ein. Das Kursziel stufe man auf 60 Euro hoch.

Der Linde-Konzern verfüge in allen vier Arbeitsgebieten Fördertechnik, Anlagenbau, Technische Gase und Kältetechnik über eine internationale Marktposition. Drei Viertel der Umsätze würden derzeit in Europa erzielt. Strategische Stärken weise Linde im Gebiet Technische Gase mit einer starken Marktposition in Europa auf. Weiterhin sei die Fördertechnik insgesamt international gut aufgestellt und könne eine überdurchschnittliche Ertragskraft aufweisen. Trotz der AGA Übernahme habe Linde noch genügend finanziellen Spielraum für weitere Akquisitionen.


Chancen würden die Analysten bei der Optimierung der Produktions- und Vertriebsstrukturen der zusammengeführten Linde/AGA-Aktivitäten sehen wie auch beim Ausbau des Gasegeschäfts durch kleinere Akquisitionen, insbesondere in den USA. Auch würden weitere Kooperationen und Beteiligungen in der Fördertechnik zur Stärkung der Position außerhalb Europas dazu beitragen, die Entwicklung voranzutreiben.

Strategische Schwächen weise die Linde durch die hohe Konzentration des Konzernumsatzes auf Europa auf, bei dem rund 75 Prozent erwirtschaftet würden. Weiterhin sehe man Entwicklungsrisiken bei der Konzentration auf der Kundenseite, die weiter anhalte, und die deren Nachfrage- und damit Verhandlungsmacht stärke. Erwartungen an E-Commerce würden sich hinsichtlich der damit verknüpften Logistikdienstleistungen nicht erfüllen.

Alle Konzernaktivitäten würden gezielt ausgebaut, insbesondere im Hinblick auf eine ausgewogenere geographische Umsatzstruktur. Die absehbare Renditeverbesserung im Gasegeschäft und ein möglicher Verkauf der Kältetechnik dürfe das Stimmungsbild positiv beeinflussen. Der Energieträger Wasserstoff für den Individualverkehr sorge mittelfristig für neue Wachstumsphantasie.

Für das laufende Jahr erwarten die Analysten einen Gewinn je Aktie von 2,47 Euro. Für 2001 und 2002 sehe man dann einen Gewinn je Aktie von 2,96 bzw. 3,43 Euro.




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